Der »Augenmüller« wird 150!

Friedrich Adolf Müller-Uri

Friedrich Adolf Müller-Uri erlernt bei seinem Onkel Ludwig Müller-Uri die Fertigung von Augen (Puppen-, Tier- und Menschenaugen)

1860 gründet er sein eigenes Unternehmen.
Der genaue Zeitpunkt ist nicht mehr feststellbar.
Er nimmt Kontakt auf mit den Gebrüdern Pagenstecher in Wiesbaden, zu dieser Zeit mit die bekanntesten Ophtalmologen.

Mit seinem Freund, dem Glasmeister Christian Müller Pathle entwickelt er das Kryolithglas. Zum Jahreswechsel 1869/1870 wurde die Entwicklung abgeschlossen und Kryolithglas bildet heute noch die Basis der Glasaugen.


  Aufbewahrungsbox für die Augenprothese
1874 verlegt Friedrich Adolf, auch aus gesundheitlichen Gründen, seinen Wohn- und Geschäftssitz nach Wiesbaden. Er erwirbt einen Neubau in der Rheinstraße.

Es wurden Kontakte geknüpft mit England, den Niederlanden, Belgien und sogar den USA. Nach seinem Ableben führen seine Söhne Friedrich Anton und Albert Carl das Unternehmen weiter. Man baut das Unternehmen aus. Es werden unter anderem Nachbildungen von Augenkrankheiten zu Studienzwecken gefertigt.

1882 geht Carl Albert Müller-Uri für einige Jahre nach Utrecht in den Niederlanden. Dort entwickelt er 1889/1890 zusammen mit Professor Snellen das doppelwandige Kunstauge zur Serienreife. In Deutschland heißt es heute Reformauge, im englischsprachigen Raum ‚Snellen-Eye’ Ebenso wurde der weiche Limbusrand erfolgreich eingeführt.

Taunusstrasse 44, Wiesbaden

1883 wurde das Anwesen Taunusstraße 44 erworben.

Um die Jahrhundertwende 1899/1900 wurde die Reisetätigkeit aufgenommen. Erste Stadt war Düsseldorf. Danach stetige Ausweitung der auswärtigen Termine und Behandlungen von Patienten in 14 europäischen Ländern. Heute noch werden Patienten in 8 Ländern versorgt.

 

In Zusammenarbeit mit den Fachärzten wurden die Operationsverfahren weiterentwickelt. Ebenso wurden und werden Hilfsmittel für Diagnose und Therapie im Augenbereich entwickelt und gefertigt. Ab 1950 werden Kunstaugen auch aus medizinischem Kunststoff entwickelt.

Aufbewahrungsbox für die AugenprotheseUnser Bestreben ist es, das Unternehmen im Sinne der Altvorderen im derzeitigen Umfang weiterführen zu können.






 

    
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